Spielplätze sind besondere soziale Räume, die Quartiere prägen und wichtiger Teil der Stadtentwicklung sind. Daher veranstalten wir zusammen mit der Baukultur NRW am Dienstag, 16. Juni 2026, das Symposium „Spiel macht Stadt“ in der Wissenswerkstadt Bielefeld.


Es steckt enormes Potential in Spielplätzen. Und zwar nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern für die ganze Stadt, für den öffentlichen Raum, den wir alle nutzen. Die Planergruppe und die Baukultur NRW möchten ein Zeichen der Anerkennung für den Stadtbaustein Spiel setzen und Kinder sowie Jugendliche ins Zentrum der Gestaltung von Spielorten rücken. Das Symposium möchte das Spielen wertschätzen sowie Ideen geben, den Raum neu zu erfinden und die Stadt zu feiern. Dank der 200-jährigen Geschichte der Spielplätze als Orte, die speziell für Kinder geschaffen wurden, ist das Angebot an Spielgeräten mittlerweile sehr groß. Planer*innen können Produkte aus einer Vielzahl von Katalogseiten auswählen, wobei die Qualität der Gestaltung oft auf funktionalen und praktischen Überlegungen basiert. Bei der Planung steht selten der Raum im Fokus, sondern die Fläche, die mit Geräten möbliert wird. Aber: Spielplätze können so viel mehr, wenn sie als Räume gedacht und entwickelt werden.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über untenstehenden Link auf der Seite der Baukultur NRW für das Symposium an:

Symposium „Spiel macht Stadt“

Spielplätze als soziale Räume

Spielplätze sind keine Reservate, vielmehr sind sie besondere soziale Räume, die zeitgemäße Spielangebote bereithalten sollten, die den Charakter eines Quartiers prägen und offen sowie vielseitig für das Spiel Vieler sind. Dazu zählt nicht nur der abgegrenzte öffentliche Spielplatz, es gehören auch Spielanlässe in einem urbanen Freiraum oder bespielbare Stadtmöbel dazu.

Idealerweise haben Spielplätze ikonische Alleinstellungsmerkmale und formen den Charakter eines Stadtteils. Dabei ist offensichtlich die Stadtentwicklung gefragt, aber insbesondere auch die, die Plätze nutzen: Kinder und Jugendliche sind die wahren Spielentwickler*innen und die Gestaltung von Spielorten muss dringend einen festen Platz in der Stadtentwicklung erhalten.

Vorträge, Diskussion, Ausstellung

Auf dem Symposium erwarten die Gäst*innen Impulse von Expert*innen und Raum für  Diskussionen. Das Thema Spiel berührt alle Menschen und tangiert viele Bereiche der Wissenschaft, Forschung und des gesamten Lebens. Entsprechend bilden die Referent*innen ein großes fachliches Spektrum ab: von Stadtplanung, Politologie und Architektursoziologie über Medizin und Pädagogik bis hin zu Kunst und Planung sowie Erfahrungen aus der Betreuung eines Abenteuerspielplatzes. Moderiert wird der Tag von Marietta Schwarz, Rundfunkjournalistin beim Deutschlandfunk und ausgebildete Architektin.

An der FH Dortmund im Fachbereich Design sowie an der TH OWL (Höxter) im Fachbereich Landschaftsarchitektur begleiteten wir Seminare zum Thema Spielen in Raum und Objekt. In einer begleitenden Ausstellung werden die Ergebnisse dieser studentischen Arbeiten auf dem Symposium präsentiert.

„Spiel macht Stadt“ richtet sich an Fachleute aus Kunst, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, Architektur, Innenarchitektur, Design, Szenografie, Soziologie und an Vertreter*innen aus Kommunen. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird von der Architektenkammer NRW und der Architektenkammer Niedersachsen als Fortbildung anerkannt.

Programm

9.30 Uhr – Ankunft und Registrierung


10 Uhr – Begrüßung

Baukultur NRW, Die Planergruppe


Claudia Koch, Dezernentin für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Stadt Bielefeld
Moderation: Marietta Schwarz, Journalistin Deutschlandfunk


10.15 Uhr – Vortrag
„Spiel- und Aktionsräume als Orte gestalterischer und gesellschaftlicher Experimente“, Gabriela Burkhalter, Stadtplanerin und Politologin, The Playground Project, Basel 


11.15 Uhr – Vorträge und Podiumsdiskussion 
„Klettern im Kunstwerk – Spielen mit Bedeutung“, Andre Dekker, Autor, Künstler, Gründungspartner von Observatorium, Rotterdam 


„Spielen Mädchen anders? – Gender Planning Ansätze als Teil einer Caring City am Beispiel der Wiener Park- und Freiraumplanung“, Dr. Girardi-Hoog, Architektursoziologin und Beauftragte für Gender Planning in der Stadtbaudirektion Wien


„Öffentlicher Raum als protektiver Faktor für psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen“, Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Manuel Föcker, Kinder- und Jugendpsychiatrie, LWL-Universitätsklinikum Hamm 


13 Uhr – Mittagspause 


14 Uhr – Vortrag
„Playground Promises, Paved Realities“, Elger Blitz, Gründungspartner von Carve – Design and engineering for public space, Amsterdam


15 Uhr – Vorträge und Podiumsdiskussion 
„Spielen verstehen, Räume ermöglichen – Entwicklungspädagogische Grundlagen für die Spielraumplanung“, Prof. Dr. Rolf Schwarz, Institut für Bewegungserziehung und Sport, Pädagogische Hochschule Karlsruhe


„Der Weg als Spielraum – Wie Kinder Stadt unterwegs erleben“, Sina Doukas, Urbanistin und Dozentin für kindgerechte Städte


„Abenteuer Spiel“, Daniel Koplowitz, Leiter des Abenteuerspielplatzes Düsseldorf-Mörsenbroich


16.45 Uhr – Resümee


17 Uhr – Ende der Veranstaltung

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